Gießen. Das Bündnis widersetzen sieht einen riesigen Erfolg seiner Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen die Gründung der AfD-Jugend. 15.000 Menschen nahmen an Blockaden von widersetzen teil und versperrten die Zugänge zum Gründungskongress. Zehntausende weitere Personen demonstrierten in Gießen gegen die AfD. Damit geht der heutige Tag als größte antifaschistische Mobilisierung in die Geschichte der Bundesrepublik ein.

Die Rechtsextremen mussten ihren Kongress mit 2,5 Stunden Verzögerung in einer halb leeren Halle beginnen. Trotz einer Verbotszone für Demonstrationen in der Gießener Weststadt und trotz massiver Polizeigewalt zeigten die Blockaden Wirkung. Rund 5000 Demonstrierende erreichten sogar die unmittelbare Nähe der AfD-Veranstaltung.

Suraj Mailitafi, Sprecher von widersetzen: „Was für ein Tag! Mit unserem entschlossenen und freudigen Widerstand heute in Gießen senden wir einen Lichtstrahl der Hoffnung in die Welt. Aber widersetzen ist für uns mehr als die AfD zu blockieren: Antifaschismus ist die Unterstützung von Geflüchteten, die alltägliche Arbeit der Omas gegen Rechts oder wenn wir bei rassistischen Polizeikontrollen eingreifen. Denn wir haben Bock darauf eine bessere Gesellschaft zu bauen, statt auf die Ideenlosigkeit von CDU und SPD und den traurigen Hass der AfD.“

Das Bündnis zeigt sich erschrocken über das Ausmaß an Polizeigewalt gegen die Protestierenden. Die Beamten verletzten zahlreiche Demonstrierende durch Faustschläge ins Gesicht sowie den massiven Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray. Auch als die Versammlungen sich schon auflösten und der AfD-Kongress bereits begonnen hatte, eskalierte die Polizei die Situation weiter durch brutale Attacken auf Antifaschist*innen. Außerdem setzte die Polizei bei eisigen Temperaturen Wasserwerfer ein.

„Wir haben heute wieder gesehen: Wir können uns auf den Staat im Kampf gegen den Faschismus nicht verlassen. Die Stadt Gießen hat eine antidemokratische Zone ausgerufen und die Polizisten haben den Faschisten den Weg freigeprügelt. Der rote Teppich wurde der AfD ausgerollt, aber wir haben ihn den Rechtsextremen unter den Füßen weggezogen,“ so Rieka Becker von widersetzen. „Dieser Widerstand kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Wir geben unsere Orte nicht den Faschisten. Wir wollen eine offene Gesellschaft, in der für alle gesorgt ist, das Klima geschützt wird und Menschen sich frei entfalten können – egal wo sie geboren sind, wen sie lieben oder wie sie aussehen.“

Bei den Protesten liefen Beschäftigte des Uniklinikums Gießen/Marburg neben dem Gießener „Migra Space“, Aktiven aus Gewerkschaften, jungen Aktivistinnen und den Omas gegen Rechts. In den Hessenhallen der AfD hingegen war laut Beobachterinnen eine Frauenquote von etwa 5% zu verbuchen und der Protokollführer der neuen Jugend-Organisation der Partei ist 57 Jahre alt. Das Bündnis widersetzen beansprucht daher für sich, im Gegensatz zur AfD die Breite der Gesellschaft abzubilden. Zur Stunde beendet das Bündnis den Tag mit einer Demonstration durch die Stadt Gießen.

widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Bündnis, das Aktionen des massenhaften zivilen Ungehorsams organisiert. Zu widersetzen gehören über 80 Lokalgruppen, Gewerkschaften, antirassistische und antifaschistische Initiativen und Organisationen, Klimabewegte, NGOs und viele mehr.

Schlagwort: Aktionen

  • +++ Riesiger Erfolg für das Bündnis widersetzen in Gießen +++ Über 50.000 Menschen kommen zur größten antifaschistischen Mobilisierung in der Geschichte der Bundesrepublik +++ Bündnis schockiert von heftiger Polizeigewalt +++

    Gießen. Das Bündnis widersetzen sieht einen riesigen Erfolg seiner Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen die Gründung der AfD-Jugend. 15.000 Menschen nahmen an Blockaden von widersetzen teil und versperrten die Zugänge zum Gründungskongress. Zehntausende weitere Personen demonstrierten in Gießen gegen die AfD. Damit geht der heutige Tag als größte antifaschistische Mobilisierung in die Geschichte der Bundesrepublik ein.

    Die Rechtsextremen mussten ihren Kongress mit 2,5 Stunden Verzögerung in einer halb leeren Halle beginnen. Trotz einer Verbotszone für Demonstrationen in der Gießener Weststadt und trotz massiver Polizeigewalt zeigten die Blockaden Wirkung. Rund 5000 Demonstrierende erreichten sogar die unmittelbare Nähe der AfD-Veranstaltung.

    Suraj Mailitafi, Sprecher von widersetzen: „Was für ein Tag! Mit unserem entschlossenen und freudigen Widerstand heute in Gießen senden wir einen Lichtstrahl der Hoffnung in die Welt. Aber widersetzen ist für uns mehr als die AfD zu blockieren: Antifaschismus ist die Unterstützung von Geflüchteten, die alltägliche Arbeit der Omas gegen Rechts oder wenn wir bei rassistischen Polizeikontrollen eingreifen. Denn wir haben Bock darauf eine bessere Gesellschaft zu bauen, statt auf die Ideenlosigkeit von CDU und SPD und den traurigen Hass der AfD.“

    Das Bündnis zeigt sich erschrocken über das Ausmaß an Polizeigewalt gegen die Protestierenden. Die Beamten verletzten zahlreiche Demonstrierende durch Faustschläge ins Gesicht sowie den massiven Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray. Auch als die Versammlungen sich schon auflösten und der AfD-Kongress bereits begonnen hatte, eskalierte die Polizei die Situation weiter durch brutale Attacken auf Antifaschist*innen. Außerdem setzte die Polizei bei eisigen Temperaturen Wasserwerfer ein.

    „Wir haben heute wieder gesehen: Wir können uns auf den Staat im Kampf gegen den Faschismus nicht verlassen. Die Stadt Gießen hat eine antidemokratische Zone ausgerufen und die Polizisten haben den Faschisten den Weg freigeprügelt. Der rote Teppich wurde der AfD ausgerollt, aber wir haben ihn den Rechtsextremen unter den Füßen weggezogen,“ so Rieka Becker von widersetzen. „Dieser Widerstand kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Wir geben unsere Orte nicht den Faschisten. Wir wollen eine offene Gesellschaft, in der für alle gesorgt ist, das Klima geschützt wird und Menschen sich frei entfalten können – egal wo sie geboren sind, wen sie lieben oder wie sie aussehen.“

    Bei den Protesten liefen Beschäftigte des Uniklinikums Gießen/Marburg neben dem Gießener „Migra Space“, Aktiven aus Gewerkschaften, jungen Aktivistinnen und den Omas gegen Rechts. In den Hessenhallen der AfD hingegen war laut Beobachterinnen eine Frauenquote von etwa 5% zu verbuchen und der Protokollführer der neuen Jugend-Organisation der Partei ist 57 Jahre alt. Das Bündnis widersetzen beansprucht daher für sich, im Gegensatz zur AfD die Breite der Gesellschaft abzubilden. Zur Stunde beendet das Bündnis den Tag mit einer Demonstration durch die Stadt Gießen.

    widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Bündnis, das Aktionen des massenhaften zivilen Ungehorsams organisiert. Zu widersetzen gehören über 80 Lokalgruppen, Gewerkschaften, antirassistische und antifaschistische Initiativen und Organisationen, Klimabewegte, NGOs und viele mehr.

  • Gründungstreffen der AfD-Jugend kann nicht starten +++ „Die Hallen sind leer, die Straßen sind voll!“ +++ Zahlreiche Blockaden behindern Zufahrtswege zur Hessenhalle

    Gießen. Heute um 10 Uhr wollte die AfD mit der Gründung ihrer neue Jugend-Organisation starten. Doch die Veranstaltung kann nicht beginnen, da zu viele Delegierte der Rechtsextremen durch Blockaden des Bündnisses widersetzen aufgehalten werden. Nur etwa 200 AfD-Mitglieder haben bisher die Hessenhallen in Gießen erreicht, erwartet wurden bis zu 1900. Dagegen sind heute in Gießen mehrere zehntausend Menschen auf der Straße, um sich der AfD zu widersetzen. Davon blockieren über 15.000 seit den frühen Morgenstunden erfolgreich alle relevanten Zufahrtswege zum Veranstaltungsort.

    Finn von „Schülis gegen Rechts“ für widersetzen: „Die Hallen sind leer, die Straßen sind voll! Heute wollte die AfD mit ihrem rechtsextremen Vorfeld in den Hessenhallen zusammenkommen, um ihre Jugendorganisation zu gründen. Doch sie werden von einer Zukunftsbewegung aufgehalten: jung und alt gemeinsam, aus allen Teilen der Gesellschaft. In Gießen sind heute migrantische Organisationen, Omas und Schülerinnen, Studierende, Beschäftigte der Uni-Klinik und viele mehr auf der Straße.“

    Die Situation in Gießen ist sehr dynamisch: Die Polizei hat an vielen Stellen gewaltvoll versucht, Menschen am blockieren zu hindern. Trotzdem hat es im Laufe des Vormittags bereits über 20 Blockaden gegeben sowie eine Abseil-Aktion, um eine Zufahrtsstraße unpassierbar zu machen. Zusätzlich zu den Blockaden, Demonstrationen und Kleingruppenaktionen gibt es zahlreiche Kundgebungen mit vielfältigem Programm. Am Nachmittag werden u.a. die Gießener Band Juli und die Chemnitzer Band Kraftklub auftreten.

    widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Bündnis, das Aktionen des massenhaften zivilen Ungehorsams organisiert. Zu widersetzen gehören über 80 Lokalgruppen, Gewerkschaften, antirassistische und antifaschistische Initiativen und Organisationen, Klimabewegte, NGOs und viele mehr.

  • +++ 16 Blockaden behindern Zufahrtswege zum Gründungstreffen der AfD Jugend +++ Bereits über 15.000 Menschen blockieren, weitere Zehntausende unterwegs +++

    GIEßEN. 15.000 Menschen in 16 Blockaden – und kein Durchkommen: Seit dem frühen Morgen blockiert das Aktionsbündnis widersetzen erfolgreich alle wichtigen Zufahrtswege zu dem Veranstaltungsort des Gründungstreffens der AfD-Jugend. Zehntausende Menschen ziehen zudem in zwei große Demonstrationen vom Bahnhof Gießen und aus Heuchelheim zu den Hessenhallen.

    Es stehen insgesamt 16 Blockadepunkte, außerdem seilen sich Personen über dem Gießener Ring bei Wettenberg ab. Große Blockaden stehen auf dem Gießener Ring bei Wettenberg, Gießen West, sowie bei Kleinlinden auf der B49.

    Suraj Mailitafi, Sprecher von widersetzen: „Die AfD und ihre Jugendorganisation sind eine reale Bedrohung für uns alle. Wir lassen nicht zu, dass sich in den Hessenhallen die nächste Generation gewaltbereiter Faschisten organisiert. In diesen Minuten stellen sich ihnen zehntausende Menschen aus Gießen und ganz Deutschland in den Weg. Im Kampf gegen Faschismus können wir uns nicht auf den Staat verlassen. Diese Gründung darf nicht stattfinden!”

    Laura Wolf von widersetzen ergänzt: „Kaputtgesparte Krankenhäuser, Klimakrise, die Wehrpflicht: Die AfD hat der Jugend nichts zu bieten, was unsere tatsächlichen Probleme lösen würde. Wir brauchen keine faschistischen Jugendorganisationen, wir brauchen bezahlbare Wohnungen und eine Welt, in der alle Menschen ein Zuhause und alle eine Zukunft haben.”

    Die Teilnehmenden sind aus über 200 Bussen aus dem ganzen Bundesgebiet angereist: Darunter Gewerkschafter*innen, Studierende und Auszubildende, migrantische Gruppen, lokale NGOs bis zu den Omas gegen Rechts.

    widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Aktionsbündnis, das Aktionen des massenhaften zivilen Ungehorsams organisiert. Zu widersetzen gehören über 80 Lokalgruppen, Gewerkschaften, antirassistische und antifaschistische Initiativen und Organisationen, Klimabewegte, NGOs und viele mehr.

  • 29.11 – Gießen – AfD Jugend verhindern!

    Ein neuer Verband mit den selben alten Faschist*innen – nicht mit uns!

    Am 29. und 30. November will die AfD in Gießen eine neue Jugendorganisation gründen – mit abgewandeltem Reichsadler und Namen wie „Junge Patrioten“ oder „Patriotische Jugend“. Die AfD möchte eine neue Generation gewaltbereiter Faschist*innen heranziehen. Wir stellen uns der Normalisierung der AfD und der Neugründung ihrer Jugendorganisation in Gießen in den Weg!

    Nächste Abfahrt widersetzen!

    Wir veranstalten ein Fest der Vielfalt und Solidarität und machen so die Gründung der AfD-Jugend unmöglich. Die Vorbereitung auf Anreise und Aktionen laufen – schließt euch den bundesweiten widersetzen Gruppen und Städten an!

    Von Anreise, über Demo-Anmeldungen über Konzerte, alles läuft gerade auf Hochtouren. Blocke das Wochenende schonmal in deinem Kalender und Folge uns auf Social Media oder schau regelmäßig auf die Webseite, um alle Infos zur Anreise und den Aktionen am 29.11.2025 zu bekommen!

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